Vernissage und Fachgespräch zum Betonpreis 2025 an der FH OST in Rapperswil
Im Zentrum stand das Siegerprojekt Infrastrukturbau: die neuen Brücken zwischen Bondo und Promontogno im Bergell. Nach der Naturkatastrophe von 2017 zerstörten Murgänge Brücken, Strassen und Gebäude. Der Wiederaufbau verlangte deshalb weit mehr als einen reinen Ersatz. Er verlangte eine präzise Antwort auf Ort, Landschaft und technische Anforderungen.
Die neuen Bauwerke fügen sich selbstverständlich in das Tal ein. Sichtbeton, Flusssteine und klare Geometrien prägen das Projekt. Die Brücken wirken ruhig, robust und zugleich elegant. Vorgespannte Rahmenbrücken mit schlanken Querschnitten reduzieren den Materialeinsatz und erfüllen höchste technische Ansprüche. Besonders eindrücklich ist die oberste Brücke. Sie ersetzt die frühere historische Verbindung und beeindruckt durch ihre komplexe, asymmetrische Geometrie. Hier verbinden sich Ingenieurkunst, Materialität und ein feines Gespür für die Landschaft zu einer überzeugenden Einheit.
Das Projekt zeigt exemplarisch, was Infrastrukturbau leisten kann. Es schützt, verbindet und gestaltet zugleich. Die Brücken von Bondo stehen damit für Resilienz und Ästhetik. Sie sind gebaut für die Zukunft.
Die ganze Aufzeichnung finden Sie bei uns auf YouTube: Brücken von Bondo: Resilienz in Beton
Im Bild (v.l.r): Prof. Dr. Davood Farshi (Moderation), Conradin Clavuot, Ladina Koeppel und Jürg Conzett